Wie alles begann – oder: Die Geschichte der goldenen Gans5 Min. Lesezeit

Meine Geschichte der goldenen Gans

Ich erinnere mich noch als wäre es gestern gewesen: es gab eine Zeit in meinem Leben, da war ich ständig unzufrieden und traurig. Ich konnte meine Emotionen nicht greifen, konnte sie nicht verstehen und auch nicht in Worte fassen. Ich war daher auch nicht in der Lage zu erklären, wie es mir geht. Aggressivität, Zorn und unfassbare Unzufriedenheit waren die natürliche Folge. Die Menschen um mich herum fühlten sich oft von mir ungerecht behandelt oder gar verletzt. Das war wohl meine Art mein Unwohlsein auszudrücken.

Mehr als nur ein Märchen

Als ich in der Grundschule war führten wir im Kinderhort von Zeit zu Zeit Theaterstücke auf. An ein Stück erinnere ich mich ganz besonders: „Die goldene Gans“. In diesem Märchen, der Gebrüder Grimm, geht es um einen von drei Brüdern, dessen Gutmütigkeit und Hilfsbereitschaft von den Menschen als Dummheit abgetan wird. Eines Tages findet er als Belohnung für seine Großzügigkeit aber eine Gans mit goldenen Federn. Als die Menschen voller Habgier versuchten Federn von der Gans zu klauen, blieben sie an ihr kleben. So schritt der Bruder, mit der Gans im Arm und einigen Bürgern im Schlepptau umher. In der Stadt lebte eine Prinzessin, die ihre Freude und ihr Lachen seit dem Tod ihrer Mutter gänzlich verloren hatte und dem Mann versprochen werden sollte, der sie wieder zum Lachen bringt. Der Anblick der vorbeilaufenden Menschenschlange, alle festgeklebt an der Gans, sollte sie letztendlich zum Lachen bringen und mit dem Bruder vermählen. Ich sollte in diesem Stück einen der habgierigen Dörfler spielen, die an der Gans klebend durch die Wälder ziehen. Ich war sieben Jahre alt und eigentlich ganz zufrieden mit dieser Rolle und meiner Aufgabe. Das Mädchen, welches die Prinzessin spielte, konnte ihre Rolle dagegen nicht in gewünschtem Maße ausführen. Ständig musste sie lachen! Zugegebenermaßen sah es auch wirklich doof aus, wie eine Horde an Kindern hinter der aus Alufolie gebastelten Gans her lief. Ein elementarer Bestandteil dieses Märchens ist es jedoch, dass die Prinzessin erst am Schluss von dem jungen Mann und dieser Menschenschlange zum Lachen gebracht wird. Immer und immer wieder übten wir daran, dass dieses Mädchen nicht ständig zu früh in Lachanfälle ausbrach. Kurzum war klar: Hier musste eine andere Besetzung her. Mit den Worten „Du bist ja eh immer so grimmig und lachst nie. Die Rolle ist ja wie für dich gemacht.“, fiel die Wahl dann auf mich.

Was die anderen dachten, dachte auch ich

Tja. Ich muss wohl auch für andere damals schon den Eindruck erweckt haben, dass ich der Pessimismus in Person bin. Lange habe auch ich also auch selbst daran geglaubt. Geglaubt, dass es einfach so ist. Geglaubt, dass meine Wirkung auf Menschen meist negativ ist und ich daran überhaupt nichts ändern kann. Ich habe mich immer klein (natürlich meine ich damit nicht meine Körpergröße), schlecht (und grimmig) und nicht gut genug gefühlt. Immer trug ich den Gedanken mit mir, dass ich zu nichts zu gebrauchen, zu dumm oder wenig liebenswert wäre. Tief im Inneren merkte ich aber oft, dass ich damit aufhören wollte. Ich wollte aufhören meine Gefühle, mich und schlussendlich alles was meine Person ausmacht von diesem Zustand und dieser Unzufriedenheit bestimmen zu lassen. Ich wollte mehr sein als nur das aggressive, ständig grimmige Mädchen. Ich wollte allen – vor allem aber mir selbst – beweisen, dass ich etwas anderes bin als das. Dass ich gut bin und Dinge schaffen kann. Ich wollte mehr sein. Einfach mehr sein als der Stempel, den ich durch mein mühsam ausgeprägtes Verhalten auferlegt bekommen habe. Ich wollte verstehen warum ich so bin, was ich gegen ungeliebte Gedanken und Verhaltensweisen tun kann und wie ich schlussendlich mehr gute Gefühle und mehr Zufriedenheit in mein Leben bringen kann.

Zurück in der Zukunft

Heute bin ich damit noch nicht am Ende. Ich kann aber aus vollem Herzen sagen, dass ich es geschafft habe mich selbst wertzuschätzen, meine Gefühle zu verstehen und Menschen und Situationen mit anderen Augen zu sehen. Das hat sowohl mein Leben weitaus positiver, als auch mich und mein Umfeld zufriedener gemacht.

Erfahre mehr über meine Motivation und was mich schlussendlich zum Handeln bewegt hat.

Was du aus meiner Geschichte mitnehmen kannst

  1. Ich verstehe voll und ganz wie du dich fühlst
  2. Du bist nicht allein!
  3. Du kannst dich mir mit all deinen Sorgen und Wünschen anvertrauen
  4. Ich kann dir helfen den gleichen Weg zu gehen und dir das richtige Mindset zu verpassen
  5. Du kannst es schaffen!
  6. Du bist toll! Ganz egal was andere sagen!
  7. Du bist gut genug dein Leben selbst in die Hand zu nehmen und es zu verbessern
Starte genau jetzt dein besseres Leben.

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