Was ist Glück?8 Min. Lesezeit

Du hast dich sicherlich schon mal dabei ertappt wie du dir sehnlichst „dein Glück“ oder einfach ein glückliches Leben gewünscht hast, oder? Hast du dich aber auch schon mal konkret gefragt, was „Glück“ für dich eigentlich bedeutet. Ist es Geld und Reichtum? Sind es Freundschaften oder die Liebe? Ist es dein beruflicher Erfolg? Oder eine Mischung aus allem?

Du hast die Antwort für dich noch nicht gefunden? Dann lies weiter und begib dich auf deine eigene Reise in Richtung Glück.

Definitionen von Glück in der Welt da draußen

Es kursieren vielfältige Definitionen des Wortes „Glück“ in der Welt dort draußen. Einigen davon sollten wir ein wenig mehr Aufmerksamkeit schenken, um zu verstehen worum es beim „Glück“ eigentlich geht:

Die Psychologie bezeichnet „Glück“ als eine Empfindung absoluter Harmonie.

Die Medizin setzt „Glück“ mit den im Gehirn produzierten Botenstoffen Serotonin, Dopamin, Noradrenalin und Endorphin gleich.

In der Philosophie ist „Glück“ ein Wert deiner Persönlichkeit. Etwas das bei jedem Menschen unterschiedlich ausgeprägt ist.

In der deutschen Sprache gibt es generell zwei Bedeutungen des Wortes „Glück“:

  • Glück als Zustand/Ereignis: „Da hast du aber Glück gehabt.“: „Glück haben“ ist immer eine von außen erzeugte Situation, die vom Zufall begünstigt ist. Wenn du zum Beispiel im Lotto gewinnst – oder nehmen wir es etwas realistischer: im Casino auf die richtige Zahl beim Roulette gesetzt hast, dann hast du in diesem Fall „Glück gehabt“. Zufällig hast du dich oder andere sich so verhalten, dass du einen Vorteil davon hast.
  • Glück als Empfindung „Ich empfinde Glück.“: Glück wird außerdem als innerlicher Zustand definiert. Ein freudiges, zufriedenes innerliches Gefühl. Dieses Gefühl ist subjektiv. Es wird von Person zu Person unterschiedlich empfunden und durch unterschiedliche Begebenheiten ausgelöst.

Glück empfinden statt Glück haben

Wir sollten uns also im Klaren darüber sein, dass Glück empfinden wohl eher das ist worauf wir es doch insgeheim abgesehen haben. Auf die Frage hin „Was willst du in deinem Leben erreichen?“, antworten viele Menschen mit dem einfachen Satz: „Ich möchte glücklich sein.“

  • Sprachlich bedeutet dies also: sie wollen Glück empfinden.
  • Philosophisch betrachte möchten sie das Glück in ihrer Persönlichkeit verankern oder am besten bereits dort haben.
  • Medizinisch gesehen möchten sie, dass ihr Körper immer mehr Botenstoffe des Glücks ausschüttet.
  • Und psychologisch bedeutet es, dass sie Gefühle absoluter Harmonie erreichen möchten.

Eines haben all diese Interpretationen gemeinsam: Die Empfindung „Glück“ ist nichts, was einfach so passiert oder uns per Brieftaube zugeschickt wird. Es ist nichts, was wir genetisch bedingt haben oder nicht haben.

Unsere Empfindungen, unsere Persönlichkeit, unser Körper und unsere Gefühle sind einzig und allein ein Bestandteil von uns selbst. 

Oder hast du schon mal erlebt, dass du einen Teil deiner Persönlichkeit in der Packstation abgeholt hast oder es im Supermarkt das Gefühl „Freude“ zu kaufen gibt? Klar, irgendwie wäre es eine interessante Vorstellung: Ich könnte heute mal zwei Pakete „Mut“ per Online-Shop auf Knopfdruck direkt zu mir nach Hause bestellen oder mir ein paar Spritzen „Motivation“ an der Tankstelle mitnehmen.

Das geht aber leider nicht. Und auch wenn die Welt digital und technisch in verrückte Zeiten zu rennen scheint, glaube ich dennoch nicht, dass diese Art des Erwerbs irgendwann möglich sein wird (und falls doch: sag mir Bescheid!).

Auf den Punkt gebracht bedeutet dies doch folgendes: Mit Hilfe unseres Körpers empfinden wir Harmonie, die wir in unserer Persönlichkeit verankern können.

Glück entsteht nur in uns selbst

Wenn wir den Kern der Definitionen zusammenfassen, bedeutet es konkret:

  1. Wir müssen unseren Körper spüren können – all das, was in ihm vorgeht und wie er reagiert.
  2. Wir müssen in der Lage sein zu empfinden – und zwar die Dinge in uns und um uns herum.
  3. Wir müssen einen Harmoniezustand wahrnehmen und bemerken können.
  4. Wir müssen das „Körper spüren“, das Empfinden und das Wahrnehmen immer wieder üben und zu unserer Gewohnheit werden lassen, um dies in unserer Persönlichkeit zu verankern.

Ich glaube, dass diese 4 Punkte die Basis für ein zufriedenes und glückliches Leben bilden, aus denen wir unser Denken und Handeln formen können.

Können wir uns glücklich denken?

Das Glück in deinem Leben hängt von der Qualität deiner Gedanken ab.
– Marcus Aurelius

Also nun einfach positiv denken und dann glücklich sein? Positive Affirmation nennt sich diese Methodik. In gewisser Weise hat diese Art der Gedankensteuerung absolut seine Daseinsberechtigung. In manchen Situationen kann sie uns durchaus in ein Hochgefühl versetzten, aber leider nicht immer und vor allem nicht nachhaltig. So einfach ist das eben nicht. Unser Gehirn lässt sich auf diese Weise halt nicht so einfach hinters Licht führen.

Du hast es sicher schon mal selbst erlebt: Du redest dir selbst immer wieder ein wie positiv eine Situation ist, wie gut du etwas schaffen wirst, wie sehr du dich über etwas freust, aber irgendwo in dir hast du das Gefühl es entspricht nicht ganz der Wahrheit. Irgendwie beschleicht dich das Gefühl, dass du dich selbst zu überreden versuchst. Diese kleine Stimme in dir drin die lacht und gehässig wispert: „Stimmt doch gar nicht, stimmt doch gar nicht!“.

Versuch dich selbst von einer Idee zu überzeugen, nicht zu überreden

Denkt doch einmal daran was passiert, wenn du versuchst andere von einer Idee zu überzeugen:

Wenn du logisch und einleuchtend argumentierst, 100%ig überzeugt von dieser Sache bist, Beispiele einbringst oder klare Beweise lieferst, dann hast du eine gute Chance die Person ebenfalls von deiner Idee zu begeistern. Wenn du stattdessen nur sagst: „Das ist eine gute Idee, glaub’ mir einfach.“ oder „Das ist einfach so, nimm’ es hin.“ Dann wirst du es eher schwer haben die Person von deinem Vorhaben oder deiner Idee zu gewinnen.

Genau das ist der Grund, warum der einfache positive Gedanke dich selbst auch nicht überzeugt. Warum sollte das bei dir anders sein als bei anderen? Du brauchst ebenfalls gute Argumente oder Beispiele.

Die „Qualität deiner Gedanken“ kann also nicht einfach nur da sein. Du musst selbst dafür sorgen, dass diese qualitativen Gedanken entstehen. Und zwar so, dass du sie dir auch selbst abkaufst.

Wir müssen lernen die positiven Dinge im Leben wahrzunehmen, erleben wann wir welche Gefühle haben, damit wir die Guten immer wieder herbeiführen können. Wir müssen uns im Klaren darüber sein, was wir gut oder schlecht finden, was uns etwas bedeutet und was nicht und woran wir Spaß haben.

Nur so sind wir in der Lage, die Situationen unseres Lebens aktiv zu bewerten oder eben absichtlich nicht zu bewerten. So bekommen wir die Möglichkeit uns selbst zu entscheiden, die Verantwortung für unser Tun und unser Leben zu übernehmen und ganz bewusst die Situationen und Erlebnisse zu sehen, die uns glücklich machen.

Unser Glück steuern wir also selbst

Nun weißt du, dass Glück ist etwas, was in dir selbst passiert. Die glücklichen Gedanken sind etwas, dass du selbst erzeugst, wenn du deine Wahrnehmung und dein Wissen über dich selbst veränderst und verbesserst.
Glück ist die Interpretation der Realität und nicht das Ergebnis davon.
Eine wichtige Erkenntnis, die du dir immer vor Augen halten solltest: Je nachdem, wie du deine Realität, dein Leben, die Situationen in die du gerätst, interpretierst und bewertest, verändert sich auch dein Bild davon. Es gibt nicht den einen richtigen Moment, die eine richtige Situation, um mit dem Glücklichsein anzufangen. Jeder Moment in deinem Leben ist dazu geeignet.

Auf den Punkt

Auch wenn die Basis des Glücklichseins – meiner Meinung nach – von Spüren, Empfinden, Wahrnehmen und Verankern geprägt ist, hat jeder von uns seine ganz eigene Definition von Glück. Die Kunst besteht zu aller Erst darin, sich darüber im Klaren zu werden. Was bedeutet Glück für dich und was kannst du dafür tun? Welche Aspekte hast du in der Hand, welche nicht?

Um unsere eigene Definition von Glück zu finden und vor allem zu empfinden, müssen wir …

  • positive Dinge im Leben wahrnehmen
  • die eigenen Gefühle erkennen und verstehen
  • die eigenen Vorlieben und Werte kennen
  • unsere Wahrnehmung immer wieder einem Realitätscheck unterziehen
  • Wertschätzung und Dankbarkeit für die Dinge erlangen, die wir haben oder die tatsächlich da sind

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