5 Methoden, wie du das passende Geschenk findest11 Min. Lesezeit

Du suchst ein Geburtstagsgeschenk oder die passenden Geschenke für deine Familie und Freunde zu Weihnachten? Manchmal kann das ganz schön zur Herausforderung werden: Du hast eigentlich keine richtige Idee, was du verschenken könntest. Du suchst stundenlang herum. Recherchierst im Internet oder läufst ziellos durch ein Kaufhaus. Da kann Geschenke kaufen schnell zum Stressfaktor werden.

In meinem anderen Artikel klären wir, wie es überhaupt zu diesem Stress kommt und was du dagegen tun kannst. Vor allem in der vorweihnachtlichen Zeit ist das ein Thema für dich, oder?

Zum Blogartikel:
Warum wir in vorweihnachtlichen Stress geraten und was wir dagegen tun können

Im schlimmsten Fall kaufst schlussendlich einfach „irgendetwas“. Vielleicht auch in dem Wissen, dass es vielleicht nicht gebraucht oder überflüssig ist – ein klassisches „Stehrümchen“ halt. Du weißt schon: Ein Teelicht, eine Vase, ein Wandschild – irgendwas, was halt einfach nur herumsteht. 

Die Folge ist: Der Beschenkte hat im schlimmsten Fall etwas bekommen, was gar nicht zu ihm passt. Er versucht aber dennoch freudig auszusehen und sich aufrichtig zu bedanken. Möglicherweise mit unwohlem Gefühl in der Brust. Auch an dir geht es in diesem Moment aber nicht spurlos vorbei. Du merkst, dass es vielleicht nicht das richtige war und fühlst dich ebenfalls unwohl.

Das muss nicht so sein!

Und im Grundegenommen kannst du eine solche unangenehme Situation auch ganz einfach vermeiden: Nimm dir vorher ein wenig Zeit um herauszufinden, wer der Beschenkte eigentlich ist und was er gern hat oder macht. Damit sparst du dir massiv Zeit im Nachhinein und hast auch noch ein Geschenk das passt.

Hast du dir Gedanken zu einem Geschenk gemacht, so merkt man es. Man sieht oder spürt, dass es ein „Warum“ hinter dem Geschenk gibt. Also warum du genau dieses Geschenk ausgesucht hast. Und das „Warum“ verkauft sich immer besser als das „Was“. Das reine Objekt, das Gerät, einfach nur das Ding.

Im folgenden findest du ein paar Tipps und Ideen, wie du eigentlich an eine zündende Idee kommst. Vielleicht ist da eine Methode für dich dabei und du kannst jemandem ganz stressfrei wirklich eine Freude machen!

#1 Das klassische Brainstorming

Schreibe alles auf, was dir zu der Person einfällt:

  • Was mag die Person?
  • Womit verbringt die Person ihre Zeit?
  • Was macht die Person in der Freizeit?
  • Welche Musik hört die Person gern?
  • Welche Hobbys hat die Person?
  • Trinkt oder isst die Person gerne etwas Bestimmtes?
  • Wie bewegt sich die Person fort? Im Auto, in der Bahn oder mit dem Fahrrad?
  • In welcher Lebenssituation steckt die Person?
  • Was sind aktuell ihre größten Herausforderungen?
  • Wie ist ihre Wohnung eingerichtet?
  • Hat die Person Haustiere?
  • Welche Marken gefallen der Person?
  • Kauft die Person oft in gleichen Geschäften ein?

Du kannst die Antworten einfach so aufschreiben oder zum Beispiel in Form einer Mind-Map notieren. Das hilft dir, deine Gedankengänge zu strukturieren.

Geschenke finden Mindmap | Personenname in der Mitte | Hallo Glück

Schreibe den Namen in die Mitte und jeweils einen Kreis mit den Antworten der Fragen um sie herum. Dann kannst du tiefer gehen und jeden Kreis noch mal mit weiteren Stichworten anreichern.

So bekommst du relativ schnell eine Idee davon, mit welchen Themen die Person aktuell zu tun hat.

Geschenke finden Mindmap | Was die Person gerne mag, Beantwortung der Fragen drumherum| Hallo Glück

Das machst du so lange, bis dir nichts mehr einfällt. Toll ist auch, wenn du dies mit jemandem zusammen machen kannst. Denn zwei Gehirne inspirieren sich gegenseitig noch besser.

Danach kannst du dir die einzelnen Punkte ansehen und überlegen, was die Person dafür gebrauchen könnte oder was du verschenken könntest. Wenn die Person Herausforderungen hat, dann frage dich, welche Lösungen oder Hilfen es dafür geben kann. Du wirst sehen, wieviele Ideen plötzlich aus dir raus purzeln.

Geschenke finden Mindmap | Lösungsideen in vollständiger Mind-Map| Hallo Glück

Ich hätte noch ewig weiterschreiben können. Schnell kommt man von A nach B und findet viele Ideen oder Gedanken zum Thema. 

Es geht dabei darum möglichst viele, ungefilterte Ideen zu generieren. Es sollte erst einmal völlig unabhängig von Umsetzbarkeit, Kosten oder Aufwand sein. Lass deinen Ideen erst mal freien Lauf! Wenn du anfängst die Ideen zu bewerten, schränkst du deine Kreativität ein. Also nicht bewerten, nicht weiter drüber nachdenken, einfach aufschreiben. 

Entscheide dich zum Schluss für eine Geschenk-Idee und ich bin sicher derjenige wird sich drüber freuen!

Wenn du dich entschieden hast, kannst du recherchieren, wo du es herbekommst, wo es das günstigste Angebot gibt oder wie du es einkaufen oder vielleicht auch selbst herstellen kannst. Fertig. Du brauchst nun in den kommenden Tagen oder Monaten nicht mehr den Kopf darüber zerbrechen und kannst dir sicher sein, dass es ein passendes Geschenk sein wird.

Das Tolle daran ist, dass du deine Ergebnisse aufbewahren und fürs nächste Mal nutzen kannst. Das nächste Ostern, Weihnachten oder der Geburtstag kommt bestimmt …

#2 Durchforste Facebook, Instragram und Co.

Du kennst die Person nicht so gut oder dir will einfach nichts einfallen? Eine schöne Möglichkeit bietet Social Media in dieser Zeit.

Jemand liked immer wieder Beiträge einer bestimmten Band oder kommentiert bestimmte Bücher?

Schau dir an, was genau die Person liked oder postet. Vielleicht findest du dort ja Anhaltspunkte darüber, was die Person gerne macht oder was sie sich vielleicht wünscht.

#3 Frage Bekannte und Freunde

Auch Freunde oder Bekannte der Person kannst du nach ihren Ideen fragen. Möglicherweise haben sie in letzter Zeit etwas mitbekommen oder mit der Person darüber gesprochen. Vielleicht können sie dir konkrete Geschenkideen nennen.

#4 Lies dir eure letzten Nachrichten durch

Du schreibst mit der Person öfter mal via WhatsApp, SMS oder E-Mail? Dann flieg doch da mal über die letzten Nachrichten und schaue, ob du Anhaltspunkte erhältst, was die Person gern macht oder womit sie sich zur Zeit abkämpft.

#5 Nutze die gemeinsame Vergangenheit als Ausgangspunkt

Habt ihr vielleicht früher gerne etwas bestimmtes zusammen gemacht? Erinnere dich, oder schau dir alte Fotos an. Vielleicht kannst du da etwas Inspirierendes finden. Etwas, dass die Person selbst vielleicht schon längst vergessen hat.

Vergewissere dich aber bei einer Idee unbedingt, dass diese Leidenschaft auch heute noch existiert. Nur weil jemand als Kind so gern gemalt hat, heißt das nicht, dass derjenige es heute immer noch tut.

Oft kann es aber eine Abwandlung davon sein. Frag Freunde oder Bekannte danach, wenn du dir nicht sicher bist!

Ich habe zum Beispiel als Kind und Jugendlicher viel gemalt, gezeichnet und gebastelt. Mit recht mäßigem Erfolg, wie ich finde. Heute kannst du mich mit Pinsel und Farbkasten oder Tonpappe jagen. Was ich aber immer noch gern habe, sind tolle Stifte und stylische Notizbücher in die man kritzeln oder schreiben kann. Ich beschäftige mich auch liebend gern mit Srcibble-Techniken und Sketchnotes. Alles also gar nicht so weit vom Malen und Zeichnen entfernt …

Wie auch das Schenken selbst, einen Einfluss auf unsere Freude hat

Mach deine Geschenke nicht schlecht

„Es ist nur eine Kleinigkeit, du weißt ja, ich habe nicht so viel Geld.“

„Es ist nur ein bisschen Geld, du kannst dir ja selbst lieber etwas Schönes dafür kaufen.“

„Wenn es dir nicht gefällt, dann können wir es noch umtauschen.“

Schon mal einen dieser Sätze gehört?

Jeder von uns hat andere Vorraussetzungen, was die Umsetzung von Geschenken betrifft. Der eine hat mehr Budget als der andere. Der eine hat mehr Talent beim Basteln, der andere weniger. Das ist auch vollkommen ok und wird auch jeder verstehen. Es ist nicht nötig, deine eigenen Geschenke schlecht zu reden.

Hast du dich mit der Frage, was du der Person schenken könntest, nun wirklich auseinandergesetzt. Das wird die Person auch bemerken und wertschätzen.

Egal wie teuer oder hochwertig dein Geschenk ist, es ist immer der Gedanke der wirklich zählt.

Angenommen du backst gern und jemand hat dir seine geliebten Kuchenrezepte in ein kleines Büchlein geschrieben. Empfindest du das dann als minderwertiges Geschenk? Also ich nicht. Ich denke „Wie schön, da hat sich jemand Gedanken gemacht.“, und empfinde ehrliche Dankbarkeit.

Sind Gutscheine langweilig?

Nein, überhaupt nicht.

Natürlich gibt es sie an jeder Kasse zum Mitnehmen beim alltäglichen Einkauf. Schnell mal die iTunes-Karte oder den Ikea-Gutschein eingepackt und zack – fertig. Wenn der Beschenke aber tatsächlich oft dort einkauft, dann ist es doch ein Geschenk, welches hervorragend zu ihm passt, oder nicht? Er wird sich freuen beim nächsten Ikea-Einkauf ein paar Euro gespart zu haben, meinst du nicht?

Auch selbst gebastelte Gutscheine bekommen schnell einen unnötig faden Beigeschmack. So nach dem Motto: „Ist dir nichts besseres eingefallen oder du warst zu spät dran für die DHL-Zustellung vor Weihnachten?“ Aber ist dem wirklich so?

Wenn der Inhalt des Gutscheins wirklich deinen Bedürfnissen oder Wünschen entspricht, dann empfindest du doch Freude daran, oder nicht?

Wenn dir jemand einen Gutschein zum Babysitting deiner Kinder und dir damit ein paar Stunden für dich schenkt, dann ist das in manchen Zeiten doch wirklich eine große Hilfe, oder nicht?

Gutscheine werden eh nicht eingelöst

Überleg dir immer unbedingt, wie und wann du einen persönlichen Gutschein auch umsetzen wirst. Viel zu oft fallen tolle Ideen einfach unter den Tisch, weil der Gutschein für immer irgendwo in der Schublade versauert. Überlege dir konkrete Termine oder setzt direkt welche fest. So besteht die Chance, dass ihr diese tolle Idee auch umsetzen werdet.

Packe deine Geschenke bewusst ein

Kennst du diese wunderschön eingepackten Geschenke? Stylisches Geschenkpapier, passende Bänder und Schleifen dazu, eine persönliche Grußkarte (Die natürlich auch farblich zum Rest passt). Perfekte Faltkanten hat das Geschenk auch noch.

Nicht jeder von uns hat die Fingerfertigkeit oder das visuelle Auge ein so toll aussehendes Geschenk zustande zu bringen. Sich ein bisschen Mühe geben, das kann jeder. Ein Geschenk bewusst und mit Liebe einpacken, das sollte für uns alle möglich sein.

Was passiert, wenn du ein Geschenk mal eben schnell, kurz vor der Bescherung lieblos einpackst? Einfach nur ein bisschen Geschenkpapier oder anderes Papier drum (das was du eben gerade da hattest). Vielleicht reicht das Papier nicht mehr aus und du musst an einigen Stellen flicken. Schleifen und Bänder? Die hast du gerade auch nicht da. Eigentlich hält alles auch nicht so richtig, daher machst du noch einfach extra viel Tesafilm drum. Fertig.

Was vermittelt dir ein solches Geschenk?

Mir schreit es zu: „Musste halt sein. Zeit habe ich mir dafür – und damit für dich – nicht genommen, ich hatte halt anderes zu tun.“ Das versetzt dir doch auch einen kleinen Stich in dein Herz, oder?

Was suggeriert dir aber stattdessen ein liebevoll eingepacktes Geschenk?

Wertschätzung.

Wertschätzung, weil sich dein Gegenüber die Zeit genommen hat, das Geschenk, welches er sich bewusst überlegt hat, auch schön einzupacken. Es ist hier wieder nicht das Ergebnis was zählt, sondern die Zeit und das Bewusstsein, welches du zum Einpacken investierst. Nicht mal eben schnell gemacht, sondern bewusst verpackt. Das merkt man, das spürt dein Gegenüber.

Viel hilft viel?

Es ist Heiligabend. Dein Blick trifft auf den wundervoll geschmückten Baum. Darunter liegen die Geschenke. „Wow – was sind das viele!“, denkst du dir.

Schon mal erlebt? 30 oder 40 Geschenke unter dem Baum, obwohl ihr nur 4 Personen seid? Angenommen, jeder schenkt jedem ein Teil, dann ergibt das 12 Geschenke unter dem Baum. Nicht mehr und nicht weniger. Wie aber kommen die Anderen dahin?

Mein Gefühl ist, dass viele Menschen versuchen durch die Quantität die mangelnde Qualität auszugleichen. Ganz nach dem Motto: „Eigentlich weiß ich gar nicht, ob demjenigen das Geschenk gefällt, daher nehm ich lieber noch ein paar andere Sachen.“

Können viele Geschenke den Gedanken nach der Sinnhaftigkeit und die Beschäftigung mit dem „Was schenke ich?“ tatsächlich ersetzen? Nein, ich glaube nicht.

Wenn man sehr viel auspackt, verliert das einzelne Geschenk an Fokus, es verliert in diesem Moment an Wert. Das kommt ganz einfach dadurch zustande, dass du mit den Gedanken von dem ersten Geschenk abrückst und deine Wahrnehmung sofort auf das Nächste rutscht.

Das ist doch schade!

Es geht nicht darum, dass ich dafür plädieren möchte, dass ein Geschenk pro Person richtig ist. Es können auch 3 oder mehr sein. Es geht mir darum, dass die Frage nach dem „Warum“ für viele zu kurz kommt und die Menge der Geschenke als Ausgleich dient.

Mach dir einmal Gedanken darüber, was die Person wirklich erfreuen könnte und dann Schluss. Dann verschenkst du Wertschätzung und Freude zu gleich. Da braucht es nicht noch 20 Beigeschenke, die deinen Geldbeutel unnötig strapazieren.

In meinem anderen Artikel klären wir, warum es vor allem vor Weihnachten zum Stress kommt und was du dagegen tun kannst.

Zum Blogartikel:
Warum wir in vorweihnachtlichen Stress geraten und was wir dagegen tun können

Hast du noch weitere Ideen oder Strategien, wie du herausfindest, was jemandem gefallen könnte?

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